Reaktionen
Ingeborg St. (Autorin, 83 Jahre):
Ich habe nicht zu hoffen gewagt, dass den Kindern, Enkeln und Urenkeln das Buch so gut gefällt. „Da hast du ja einen tollen Einfall gehabt. Ich habe vieles nicht gewusst”, sagte mein Enkel. Auch meine Tochter ist vollauf begeistert: „Mit so etwas haben wir ja nie gerechnet.”
Ich bin froh, dass ich Ihre Anzeige gelesen und Sie mir geholfen haben, mein Buch „Ich ließ mich nicht einschüchtern” zu gestalten.
Es wäre schön, wenn viele Eltern sich dazu aufraffen würden, ihren Kindern so etwas zu hinterlassen.
Norbert J. (Autor, 83 Jahre):
Ich habe über mich selbst gestaunt, wie gern ich erzählt habe! So ungern ich geschrieben hätte, so leicht kam das plötzlich von allein. Beim Erzählen hat man sich plötzlich auch an Dinge erinnert, die man gar nicht mehr wusste. Das war ein sehr schönes Erlebnis.
Man spürt, dass man einer Familie entstammt. Auch wenn man durch die Umstände, in denen man aufgewachsen ist, sich weitgehend gelöst hat, ist man doch Teil dieser Familie.
Ich finde es sehr wichtig, so ein Buch zu haben, auch für die nachkommende Generation. Irgendwie hat man doch Wurzeln, und je tiefer sie gehen, desto interessierter bohrt man nach.
Monica H. (Tochter, 49 Jahre):
Ich habe oft die Erzählungen meiner Mutter gehört, trotzdem war es interessant durch das Geschriebene die Gesamtgestalt ihrer Lebensgeschichte bis zur Gegenwart zu realisieren. Noch interessanter für mich war zu sehen, wie viele Parallelen es in ihrer Geschichte mit denjenigen anderer Familienmitglieder gibt und sie so nicht nur als Individuen, sondern als Menschen zu verstehen, die in die Geschichte hineingerissen und von ihr geprägt wurden. Ich bin froh, diese Texte zu haben für meine eigenen Kinder; sie helfen uns allen, uns in der Zeit, der Geschichte zu verorten, sie geben uns einen Bezugspunkt, etwas, an dem wir uns orientieren können.
Sebastian J. (Enkel, 29 Jahre):
Ich habe so viel interessante Geschichten kennen gelernt, die ich sonst wahrscheinlich nie erfahren hätte, weil ich bisher nicht auf die Idee gekommen bin, Oma und Opa großartig über ihre Vergangenheit auszufragen. Das Buch hat Interesse bei mir geweckt, auf emotionale Art und Weise eine persönlichere Verbindung hergestellt, als wenn man das über Dritte oder Medien vermittelt bekommt. Dass ich die Lebensgeschichte meiner Großeltern kenne, hilft mir, einige ihrer Verhaltensweisen besser zu verstehen; ich kann sie jetzt anders respektieren.
Robert J. (Enkel, 26 Jahre):
Dadurch, dass ich schon relativ viel von Oma und Opa wusste, gab es wenig, was mich wirklich überrascht hätte oder mir komplett neu war. Aber früher wars mal eine Geschichte hier und eine von da, und jetzt werden Zusammenhänge sichtbar: Es kommen auch Zeiten zur Sprache, die mich vorher nicht so interessiert haben, zum Beispiel mehr die modernere Zeit. Es hat angeregt, mehr nachzufragen. Die Lebensgeschichte von Oma und Opa in Buchform zu haben, dafür bin ich schon dankbar. Man braucht sich keine Sorgen zu machen, dass irgendwann, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, mit ihnen auch ihre Geschichten verschwinden.
Prof. em. Dr. Hermann M. St. (Autor, 86 Jahre):
Wenn ich Seite um Seite lese, rufen viele meiner Aussagen Assoziationen hervor und verlocken mich zum Entwerfen von Erzählungen und thematischen Skizzen. Von dem Geschriebenen geht eine kreative Wirkung aus. Es ist eine wertvolle Materialsammlung entstanden. Die Mühe hat sich gelohnt. Danke!
Ruth B. (46 J., Mutter):
Es ist schon etwas eigenartig und fremd, ein Buch der eigenen Tochter zu lesen, Stolz und Rührung überkamen mich beim ersten Anblick und der Gedanke: Ja, das ist eine bleibende Erinnerung, sofern bei Judith die Eindrücke schon anfangen zu verwischen, hier haben wir es schwarz auf weiß, was damals in ihr vorgegangen ist, das kann ich ihr später mal unter die Nase halten, wenn ihre eigenen Kinder vielleicht auch einmal vor solch einem Erlebnis stehen und sie Bedenken bekommen sollte. … Ganz toll finde ich auch, dass durch die Interviewform Judiths natürliche Umgangssprache dargestellt ist, so dass ich nicht nur lese, sondern sie auch hören kann und damit ist sie mir sehr nah und vertraut und dieser Lebensabschnitt ein unvergessener Live-Moment.